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Der Hifi-Afiçionado — eine Bestandsaufnahme

Der Mensch der Neuzeit sei ein primär visuelles Wesen, so die gängige These. Die visuelle Ablenkung von Konzertbesuchern durch die Musiker auf der Bühne scheint diese These noch zu stützen. Trotzdem gibt es eine Schar von treuen Hifi-Anhängern (und — eine leider verschwindend kleine Minderheit — von -Anhängerinnen) und begeisterten Musikhörern, die sich abseits von TV, Kino, Spielekonsolen, iPhones und multimedialen Erlebniswelten, auf die Musik konzentrieren — trotz oder gerade wegen einer immer lauteren Alltags-Umwelt.

Die generelle Entwicklung, auch das soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, geht in eine andere Richtung: Überreizung und Verflachung. Dauerberieselung in Supermärkten, Arztpraxen, U-Bahn-Haltestellen und zuweilen Restaurants —
kurz: akustische Umweltverschmutzung allerorten. Radiosender entblöden sich nicht, gerade in ihren Programmen für die Jugendlichen oder vermeintlich Junggebliebenen immer "schlichteres" Musikmaterial mit immer größerer Kompression über den Äther zu schicken. Der "Kommt im Auto so schön laut rein"-Effekt entpuppt sich zu Hause — höherwertiges Equipment vorausgesetzt — als unsäglicher, weil komprimierter und damit jeglicher Dynamik beraubter Musikbrei. Der digitale Rundfunk verspricht zumindest keinen akustischen Paradigmenwechsel, ist das Musiksignal aufgrund der digitalen Übertragung nicht automatisch besser. In der Praxis werden in der Regel lediglich mehr digitale Sender übertragen. Diese Beobachtung ist nur symptomatisch: Unsere heutige Gesellschaft ist trotz oder gerade wegen ihres allgemeinen Wohlstands in erster Linie gekennzeichnet von Quantität, nicht von Qualität.

Es gibt von fast allem (zu) viel, aber vom wirklich Guten zu wenig! Diese Entwicklung gilt keineswegs nur für die Musikverbreitung bzw. den -genuss, sondern in Analogie für viele andere Lebensbereiche. Dazu gäbe es noch viel zu sagen, doch hier geht es primär um Hifi und High End.
Ergo: Kampf dem Audio-Fastfood!

Die sogenannten Systemvoraussetzungen für den Einstieg sind denkbar einfach: Zwei Ohren, zwei Lautsprecher - fertig! Naja, ein bisschen mehr ist es dann doch. Wie der Einstieg als Neuling klappt, steht hier... (Boxen, Aufstellung, Kabel etc.).

Wer Spaß am Thema hat und sich qualifiziert mit Beiträgen beteiligen möchte, sei hiermit herzlich eingeladen! Beiträge bitte an laubsauger produktionen oder direkt in den blog einstellen. Viel Spaß also bei dem, was auf diesen Seiten noch entstehen mag und natürlich beim engagierten Musikhören!

Michael für das laubsauger team