Lautsprecher sucht Anschluss - Wireless war gestern

00027700
Nicht nur „ausgewachsenen“ Lautsprechern sollte man immer ein vernünftiges Kabel gönnen. Für Einsteiger-Lautsprecher kommt z. B. von kimber cable das „kleine“ und günstige 4pr (alternativ 8pr) in Betracht. Natürlich gibt es eine schier unüberschaubare Zahl anderer Anbieter, die qualitativ hochwertige Lautsprecherkabel anbieten. Händler bieten in der Regel etwas Passendes an. Das Kabel unbedingt am eigenen Lautsprecher hören!
Lautsprecherkabel wird in aller Regel als Meterware verkauft und ist so in beliebigen Länger konfektionierbar, d.h. mit Steckern, Kabelschuhen oder dergleichen zu versehen. Ob Banana, Neutrikstecker oder einfach Kabelschuh, das hängt von den zur Verfügung stehenden Anschlüssen am Boxenterminal und Verstärker ab. Inzwischen hat sich die Meinung durchgesetzt, die Stecker zu crimpen (zu deutsch „quetschen&ldquoWinking würde eine bessere Verbindung schaffen als Löten.
Viele Kompaktlautsprecher, v.a. britischer Herkunft, weisen sog. Bi-Wiring-Terminals auf (4 Anschlüsse). Diese Anschlussfelder am Lautsprecher erlauben die Aufnahme von zwei Kabelpaaren (je zweimal Plus und Minus). Diese Verbindung soll ermöglichen, die Musiksignale vom Verstärker zu den Boxen aufgetrennt zum Hoch- und Mittel-Tieftonzweig zu transportieren ohne dass sich die unterschiedlichen Frequenzanteile während des Transports gegenseitig beeinflussen. Einige Kritiker geben zu bedenken, dass das Klangbild möglicherweise an Geschlossenheit und Homogenität verlieren könnte. Wie so oft, gibt es auch hier nicht die eine Wahrheit. Also Hören und nach Möglichkeit vergleichen! Ein Lautsprecher mit einem Bi-Wiring-Terminal kann natürlich auch gebrückt betrieben werden. Aber Achtung: kurze Kabelverbinder sind hier aufgrund des verlustärmeren Transports Blechen vorzuziehen.

Grundsätzlich sollten die Kabel für beide Stereokanäle gleich lang (Leitungswiderstand) sein und auf keinen Fall aufgerollt werden. Der Effekt von aufgerollten Kabeln ist mit dem einer Spule vergleichbar und kann sich somit ungünstig auf die Wiedergabe auswirken.