Wie ich mein Musikzimmer lieben lernte…

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Bust the Bass

Eigentlich mache ich keine Werbung, aber ich muss...

Aus einem vagen Gefühl ist Gewissheit geworden: Aus der Zwangsheirat meiner Lautsprecher mit dem Hörraum resultierte ein dickes Basspolster, das sich immer unangenehm in den Vordergrund spielte. Und jetzt? 
Das „Fettabsaugen“ funktioniert – und zwar besser als erwartet!

Die Röhrenskulptur steht in der Ecke an der Wand in einiger Entfernung hinter dem linken Lautsprecher. Und die Pölsterchen sind verschwunden. Doch nicht nur das: die angedickten Bässe haben offensichtlich einen Teil der Klangbühne zugestellt und eine tiefe Ausleuchtung des Raums verhindert. 

Aus meinen dynamischen Lautsprechern sind natürlich keine Elektrostaten geworden – was ja auch sein Gutes hat.  Aber sie erinnern mich in der Präzision und Raumillusion viel stärker an meine Stax-Kopfhörer mit ihrem phänomenalen Auflösungsvermögen. 

Dickes Kompliment für eine wohnraumfreundliche Umsetzung lange bekannter physikalischer Prinzipien – ganz frei von Esoterik und Tamtam.

Ich kann die „kommunizierenden Röhren“ nur wärmstens empfehlen. Sie sind quasi das Gegenteil von End-of-pipe, nämlich ganz ursächlich das akustische Übel bei der Wurzel packend. Ich habe es zuvor auch mit Bass-Absorbern versucht, die neben einer Optik, die einsam macht, auch in ihrer Wirkung nicht das Gelbe vom Ei waren. 
Der Raum klang tot und überdämpft, zumal bei Lautsprechern mit einer leichten Dipolcharakteristik.

Kein Schatten bei so viel Licht? Nicht wirklich. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, wären es transparente Ringe (Silikon?) statt der schwarzen. 
Dann wäre es fast eine perfekte optische Illusion mit physikalisch handfesten Resultaten.

Und ja: der Gegenwert rechtfertigt die Ausgabe von 890,- EUR. Schaut man auf das Heer von vermeintlichen und tatsächlichen Helferlein, die auf dem Zubehörmarkt angepriesen und – weitaus bedenklicher – auch allesamt verkauft werden, stellt sich ein Gefühl der Ruhe und Entspanntheit ein. Danke für diesen doch seltenen Moment im Hifi-Zirkus.

So ist aus einer Zwangsehe nun doch eine glückliche Beziehung geworden…

Mehr Infos gibt es bei
AURA-Hifi bzw. Jörg Seiffert, dem es zu verdanken ist, dass die Resonatoren wohnraumfreundlich und einfach zu handhaben sind.